Wieder auf Leros – zwischen Bilgenwasser, Bordgrün und Bordliebe

Nach ein paar Wochen in Deutschland sind wir wieder zurück auf unserer Anahita. Diesmal nicht zum Segeln, sondern zum Schleifen, Einrichten, Sortieren– Refit statt Segel setzen, Trockendock statt Tagesmeilen. Der Sommer läuft anders als die letzten Jahre. Und genau so fühlt er sich gerade richtig an.

Alarmstufe Anahita – willkommen zurück in der Realität

Kaum waren wir aus Griechenland zurück in Landshut, klingelte das Telefon. Mario von der Nessaja-Crew meldete sich – auf der Anahita war ein Alarm losgegangen.

Die erste Ferndiagnose ergab: Ein Wassertank scheint undicht geworden zu sein. Das ausgelaufene Wasser hatte die Bilgenpumpe ausgelöst. So eine Nachricht möchte man eigentlich nicht direkt nach der Heimreise bekommen – aber zum Glück war Mario zur Stelle, hat sich um alles gekümmert, die Fehlerquelle gefunden und den Schaden begrenzt.

Wir sind sehr dankbar für seine schnelle Hilfe und Aufmerksamkeit.

Wir sind unfassbar dankbar– das nächste Abendessen geht sowas von auf uns!

Segelzeit in Kroatien – eine kleine Auszeit

Kurz nach dem Schreck ging’s für uns nach Kroatien – vermutlich unser einziger Segeltörn dieses Jahr, bevor wir wieder komplett ins Refit-Leben abtauchen.
Erst waren wir mit Alex’ Familie unterwegs: Seine Nichte zum ersten Mal an Bord – und gleich voll dabei. Wir haben gebadet, Hafeneis gegessen, Einsiedlerkrebse entdeckt und die Zeit sehr genossen.

Direkt im Anschluss startete unsere SailWithFriends-Flottille. Wie immer: ein bisschen Chaos, viele Lacher, neue Menschen, alte Freunde, Hafenkino inklusive.
Es war schön– Wind im Gesicht, Sonnencreme überall und abends das Gefühl: genau deshalb machen wir das.

Ja gesagt – ganz offiziell

Zurück in Landshut stand dann etwas ganz anderes auf dem Programm: Wir haben geheiratet. Standesamtlich, mit Familie, leckerem Essen, Trommlern, Lachen, Vielen Emotionen und Umarmungen.
Es war kein großes Tamtam, aber dafür echt, fröhlich und genau richtig für uns.

Ein Tag, der sich magisch  anfühlt, wenn man daran zurückdenkt.

Back on Board – zurück auf Leros

Alex ist vor Antonia nach Leros zurückgeflogen und hat direkt losgelegt: schleifen, sortieren, schwitzen.
Einige Pakete, die wir per DHL runtergeschickt haben, sind schon angekommen – Werkzeug, Bootssachen, Dinge, die man sich nur als Bootsmensch freiwillig per Post schickt.

Nicht alles wurde sofort verräumt – wir wollen gemeinsam Ordnung schaffen, statt später wieder alles zu suchen. Man lernt ja dazu.

Bordgrün & Bilgenstaub

An der „Toiletten-Tauschbörse“ in der Marina (ja, das ist wirklich eine Sache) hat Alex ein paar Kräuter adoptiert – Basilikum, Minze, Rosmarin. Wenn er nicht gerade mit dem Schleifgerät oder dem Lötkolben in der Hand steht, kümmert er sich liebevoll ums Bordgrün.

Ein bisschen Pflanzenliebe schadet auch in der Werft nicht.

Instagram-Update: Dry Dock Diaries

Wer neugierig ist, wie das Ganze in Bewegung aussieht: Alex hat bei @ateamsailing die Dry Dock Diaries gestartet – kleine Reels zum Mitfühlen und ehrlichen Einblicken.

Antonia ist gelandet

Seit Donnerstag ist auch Antonia wieder an Bord. Nach 18 Grad in Landshut sind 30+ Grad auf Leros ein kleiner Schock für den Kreislauf – zum Glück läuft die Klimaanlage schon.
Die Marina Katzen-Gang hat Antonia direkt wiedererkannt. Vor der Arbeit und den Calls ist immer Zeit für ein paar Leckerlis, Streicheleinheiten und Katzen Quality-Time.

Tagsüber ist an größere Arbeiten am Boot kaum zu denken – die Hitze steht. Wir warten sehnsüchtig auf den Meltemi, der hoffentlich bald für etwas Durchzug sorgt. Bis dahin teilen wir uns durch den Alltag in kleinen Etappen: Kaffee im Schatten, Refit in Zeitfenstern, Laptop unter Deck wo es kühl ist, Anahita einrichten– und zwischendurch: einfach ins Meer springen und abkühlen.

Es ist heiß, es ist staubig, es läuft nicht nicht immer wie geplant– aber genau hier gehören wir gerade hin.

4 Comments

  1. Du solltest Autorin werden. Das ist so dermaßen schön und unterhaltsam geschrieben!!! Großes Kompliment
    Und Ihr Zwei seid echt ein tolles Team ❤️❤️❤️❤️

      1. Oh wie schön, man ist irgendwie mit euch dabei und tatsächlich sehr schön zu lesen. Freu mich jedesmal darauf.

        Freu mich auf das nächste Mal.
        Vielleicht solltest du das wirklich

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