Ein neues Kapitel: Die Anahita gehört jetzt ganz uns!
Eine Woche voller Emotionen, Entscheidungen und großer Veränderungen neigt sich dem Ende zu – und wir können es kaum glauben: Wir sind jetzt ganz offiziell Eigner unserer Anahita!
Was sich wie ein einfacher Satz liest, ist für uns ein riesiger Schritt – ein symbolischer und ganz realer Meilenstein auf unserem Weg. Ein Lebensabschnitt endet, ein neuer beginnt. Und wie es sich für das Leben auf dem Wasser gehört, kam auch dieser Wandel nicht ganz ohne Seegang.
Abschied in Dankbarkeit
Wie wir bereits im letzten Blogeintrag angedeutet haben, war das Zusammenleben mit den Voreignern an Bord nicht immer einfach. Es war eine sehr intensive Zeit, geprägt von unterschiedlichen Lebensrhythmen, Perspektiven und Bedürfnissen.
Dennoch: Wir sind dankbar für die vergangenen Wochen. Wolfgang und Barbara haben uns nicht nur das Schiff anvertraut, sondern auch ihr Wissen, ihre Tipps und ihre Erfahrung geteilt. Das war für uns – vor allem in der Anfangsphase – von großem Wert. Gleichzeitig war uns klar: Wenn wir diesen Lebensabschnitt wirklich selbstbestimmt gestalten wollen, dann muss der Punkt kommen, an dem wir ganz allein das Ruder übernehmen.
Der Moment der Übergabe
Und genau das haben wir diese Woche getan.
Gestern Abend haben wir das Übergabeprotokoll unterzeichnet. Die finale Zahlung wurde geleistet – und mit einem gemischten Gefühl aus Erleichterung, Stolz, blutendem Herzens wegen des Kontostandes und Vorfreude können wir nun sagen: Anahita gehört jetzt ganz uns!
Ein sehr emotionaler Moment – nicht nur für uns, sondern auch für Wolfgang und Barbara, die damit endgültig einen Lebensabschnitt abschließen.
Erste Projekte: Rumpfarbeit & Ruderkontrolle
Und wie es sich für uns gehört, wurde nicht lange gezögert. Kaum war die Unterschrift trocken, ist Alex auch schon mit dem ersten Projekt gestartet: der Vorbereitung des Rumpfes für Coppercoat.
Für alle, die Coppercoat noch nicht kennen: Dabei handelt es sich um ein langlebiges Antifouling-System, das auf einer Epoxidharz-Basis mit eingelagerten Kupferpartikeln beruht. Anders als klassische Antifoulings, die regelmäßig erneuert werden müssen, hält Coppercoat bei richtiger Anwendung bis zu zehn Jahre – ein echter Gamechanger für alle, die dauerhaft unterwegs sind.
Die Voraussetzung für ein sauberes Ergebnis ist allerdings einiges an Vorbereitung: Der komplette Rumpf muss trocken und glatt sein, das Gelcoat darf keine Mikrorisse oder Unregelmäßigkeiten aufweisen. Also: schleifen, schleifen, schleifen – und kontrollieren.
Neben dem Rumpf gab’s auch noch ein weiteres Projekt: Wir haben das lange geplante Prüfloch ins Ruder gebohrt. Hintergrund: Wir wollten sicherstellen, dass sich dort kein Wasser angesammelt hat – ein typisches Problem bei älteren Schiffen. Und die gute Nachricht: Alles im grünen Bereich! Nur eine normale Materialfeuchte, kein Wasser, das herausläuft – also kein Grund zur Sorge. Ein Haken weniger auf unserer To-do-Liste!

Endlich Freiraum
Jetzt, wo wir das Schiff wirklich für uns haben, können wir anfangen, alles so zu gestalten, wie wir es brauchen und möchten. Das bedeutet:
- Alles raus, was sich in den letzten Jahren angesammelt hat
- Bestandsaufnahme machen: Was bleibt? Was muss weg? Was wollen wir ersetzen?
- Große Putzaktion: einmal tief durchatmen und alles auf Null setzen
- Und natürlich: eine neue To-do-Liste schreiben, mit allem, was wir in den nächsten Wochen angehen wollen
Aber: Wir lassen es nicht nur arbeitsreich angehen – wir feiern diesen neuen Abschnitt auch. Heute Abend werden wir uns mal ein Glas Wein gönnen, Pizza bestellen, die Beine hochlegen, den Blick über das Hafenbecken schweifen lassen – und vielleicht zum ersten Mal so richtig realisieren, was wir hier gerade geschafft haben.
Das A-Team ist wieder auf Kurs
Mit dem offiziellen Eigentumsübergang haben wir nun endlich die Möglichkeit, diesen Traum nach unseren Vorstellungen zu leben. Und ja – es fühlt sich gut an.
Natürlich werden auch die nächsten Wochen vollgepackt sein mit Arbeit, Entscheidungen und Herausforderungen. Aber diesmal tun wir es zu 100 % auf eigene Faust. Als Team. Als Crew. Und vor allem: als neue Eigner eines Schiffes, das uns hoffentlich noch viele Jahre begleiten wird.
Auf uns, auf Anahita – und auf alles, was jetzt kommt. Das A-Team ist wieder auf Kurs! ⚓🌊
Ich freue mich so sehr für und mit Euch – bin auch ziemlich stolz auf Eich, dass Ihr das alles so anpackt und Ihr Euren Kurs kennt. Macht total viel Freude !!!
In Liebe
Mama/ Adele
Danke Mama ! ♥️♥️💪Wir freuen uns schon, wenn wir Euch zu uns an Bord einladen können!
Ein herzliches Γειά σου ans ATEAM – ein Name den ich überigens sehr cool finde – ich habe wirklich alle Berichte gelesen und werde auch dranbleiben, versprochen!
Es war und ist mir eine Ehre, ein kleiner Teil der Geschichte zu sein – für eure Pläne wünschen Sibylle und ich alles erdenklich Gute, auf dass euch alles gelingen mag!
Dafür immer immer „Fair winds und die obligatorische Handbreit“
Mario & Sibylle / NESSAJA
Danke Ihr Lieben ♥️♥️💪⚓️